Die kommende Opel Mokka-Generation ist eine komplette Neukonstruktion und basiert auf der hocheffizienten Multi-Energy-Plattform CMP des Unternehmens. Bei der Fahrzeugentwicklung bietet dieser modulare Baukasten ein Höchstmass an Flexibilität. Die CMP erlaubt zudem sowohl die Verwendung von einem rein batterie-elektrischen Antrieb wie von Verbrennungsmotoren. Der Kunde hat die Wahl. Auch durch die Verwendung hochfester Stähle fällt das Fahrzeuggewicht niedrig und die Karosseriesteifigkeit hoch aus. Der neue Mokka wiegt im Vergleich zum Vorgängermodell bis zu 120 Kilogramm weniger – bei nahezu gleichem Radstand und Reifengrössen. Beim elektrischen Mokka-e sind die Batterien tief im Fahrzeugboden verbaut, was den Schwerpunkt senkt und zugleich die Steifigkeit um weitere 30 Prozent erhöht – beides
beste Voraussetzungen für eine hohe Fahrdynamik. Die Kunden können sich schon jetzt auf eine sehr agile zweite Mokka-Generation freuen, die ab Anfang 2021 bei den Opel Partnern steht. Bis es soweit ist, laufen die Kalibrierungsfahrten weiter auf Hochtouren.
Phase 1: Testen, tunen, trimmen am Polarkreis
Opel-Ingenieur Gunnar Nees wird nicht müde, eine Runde nach der anderen auf dem Eis zu drehen. Immer wieder stoppt er für ein paar Minuten. Greift zum Laptop, liest Messwerte aus, protokolliert jeden gefahrenen Kilometer. In den Weiten von Schwedisch-Lappland ist es im März noch klirrend kalt. Genau die richtigen Bedingungen für Testfahrten mit dem neuen Opel Mokka. Hier wird das Zusammenspiel von ABS, ESP, Assistenzsystemen und dem gesamten Fahrwerk orchestriert.
Noch verstecken sich die Erlkönige unter einer grün-schwarzen Tarnfolie mit dreidimensional wirkenden Grafiken, die alle Konturen der Fahrzeuge verschwimmen lassen. Der Testingenieur am Lenkrad ist in den hohen Norden gekommen, um das Chassis abzustimmen. Wie jeder Opel muss sich auch der neue Mokka präzise und mit guter Rückmeldung lenken lassen, komfortabel federn und zugleich straff genug abgestimmt sein. Denn ein Opel darf keine unkontrollierten Karosseriebewegungen zeigen, etwa wenn das Fahrzeug mit mittlerer Geschwindigkeit über eine starke Bodenwelle fährt. Das ist Opel-Philosophie: Sicher und stressfrei Autofahren. Ein Opel muss sich von jedem unter allen Umständen leicht kontrollieren lassen – und zugleich reichlich Fahrspass bieten.
All dies unter allen Wetterbedingungen überall – am eisigen Polarkreis genauso wie im Hochsommer am Mittelmeer. Am präzisen Handling und am stets gutmütigen Fahrverhalten darf sich dennoch nichts ändern. Daher wird jedes Teil von den Ingenieuren immer weiter getunt: Gasdruckdämpfer, Federn, Lenkung. Dazu die Steuerungssoftware immer genauer geschrieben: für das ideale Pedalgefühl bei Gas und Bremse, die gewünschte Lenkunterstützung sowie das souveräne Zusammenspiel aller Assistenzsysteme.
Phase 2: Mit Hochgeschwindigkeit auf deutschen Teststrecken unterwegs
Zurück in Deutschland: Derselbe Erlkönig, derselbe Testingenieur an anderer Stelle – im heimischen Test Center Rodgau-Dudenhofen. Gunnar Nees arbeitet hier gemeinsam mit Karsten Bohle, dem Projektkoordinator für die zweite Mokka-Generation.
„Wir bei Opel freuen uns alle riesig darauf, den neuen Mokka in Kundenhand auf der Strasse zu sehen. Die Testfahrten laufen wie am Schnürchen, auch da unser Neuer mit seinem niedrigen Gewicht und seinen kompakten Aussenmassen sehr gut abzustimmen ist. Handling und Komfort sind super. Mokka-Fahren ist die pure Freude. So macht die Entwicklungsarbeit Spass“, sagt Opel-Ingenieur Karsten Bohle.
Im Test Center steht schliesslich die Reifeprüfung für den neuen Mokka an. Abrollkomfort und Innenraumgeräusch dürfen sich auch von der Marterstrecke nicht aus der Ruhe bringen lassen. Hier unweit des Firmensitzes in Rüsselsheim sind alle tückischen Fahrbahnbelege Europas nachgebaut. Seit Jahrzehnten testen die Opel-Ingenieure auf diesen Strecken und haben sich einen riesigen Erfahrungsschatz angeeignet.
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